Ein Blick durch mein Leben

 

 

Ich wurde am 1. Juli 1947 in Wien geboren und verbrachte meine Kinderjahre in einem Nebengebäude des Schlosses Turmmühle in Schwechat. Zu Schulbeginn zogen meine Eltern und ich auf den Schwechater Hauptplatz in einen neu errichteten Flügel der Großschwechater Kirche (der alte war durch schwere Bombentreffer zerstört worden), wo ich auch zur Volks- und Hauptschule ging.

Der Eintritt in mein Berufsleben erfolgte am neuerrichteten Flughafen Wien-Schwechat, wo ich meine Ausbildung als Koch und Partessier erfuhr. 

Danach war ich in international bekannten und renommierten Hotels und Restaurants als Koch, z.B. im Hotel Imperial, tätig.

 

Nach einigen Berufsjahren als Koch ergab sich die Möglichkeit, an Planungskursen in der Schweiz und Deutschland teilzunehmen, um Fachwissen zu aquirieren und zu perfektionieren und in weiterer Folge für die Firma Franke in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich Großküchen und verpflegungstechnische Betriebe zu planen und einzurichten. Ein Beispiel hierfür wären McDonald´s International, Rosenberger Raststätten und die UNO-City.

 

Eine weitere Station stellte dar, dass ich bei meinen zahlreichen Geschäftsreisen den Gedanken des Fast Food und das dafür nötige Know-How erlangte und diesen Gedanken in Form eines Restaurants namens "Kings" nach Österreich hinüberbrachte, um der Jugend einen modernen Aufenthalts- und Verpflegungsort nahezubringen.

 

Um selbstständig Projekte voranzutreiben, gründete ich gemeinsam mit einem Geschäftspartner eine Firma für Projektfinanzierung, und im Zuge dessen unternahm ich weitere Reisen nach Amerika, Tunesien, Deutschland, Liechtenstein und in die Schweiz. 

 

 

 

 

Als junger Herr bei der fleißigen Arbeit (2. v. r.)

Künstlerische Laufbahn

 

Schon in der Volksschulzeit hatte ich große Freude damit, Dinge aus meinem alltäglichen Leben mit dem Bleistift per Naturstudie zu zeichnen und zu schattieren. Buntstifte kamen hinzu, als ich meine Liebe für die damals aufkommenden "Mickey Mouse"-Hefte mit ihren Figuren und Bewegungsabläufen entdeckte und im Stile dieser Hefte zu zeichnen und farblich zu kolorieren begann. 

 

Mit der Herausgabe eines neuen Hefts "Abenteuer der Weltgeschichte" öffnete sich für mich die Welt, und meine erste kreative Zeichenphase begann mit diesen literaturgeschichtlich relevanten Abenteuern, die ich ins Zeichnerische und Bildhafte übertrug. 

 

Als nächster Schritt praktizierte und perfektionierte ich die Tuschzeichnung, wo ich mit einer feinen Feder die Schattierungen und Lichteinfälle zu Papier brachte. 

 

Ende der Sechziger Jahre entdeckte ich die Liebe zum Aquarell und begann mit der Landschaftsmalerei, was einen wichtigen Abschnitt in meiner Entwicklung darstellte.

 

Anfang der Siebziger Jahre änderte sich mein Mal-und Zeichenstil, da ich durch meine planerische Tätigkeit viel mit räumlichen Objekten zu tun hatte, sodass mein Beruf und mein künstlerisches Engagement zusammenfanden und sich in räumlichem Denken sowie dem Setzen von Farbflächen verflochten.

 

Durch die internationale Zusammenarbeit mit Raumplanern im verpflegungstechnischen Einsatzbereich erhielten die Skizzen zunehmend layout- und präzisionstechnische Finesse, Tiefe und Perfektion. Das dreidimensionale Denken und Malen wirkt bis heute in meinen räumlichen Bildern.

 

Natürlich änderten sich im Laufe der Zeit die beim Malen angewandten Materialien und Techniken: Aquarell, Lynol, Acryl und Farbtusche, wobei ich diese Materialien auch untereinander auf einem Bild verwendete und verwende. Das hat zu meinem eigenen Stil geführt und meinen Werken eine gewisse Einzigartigkeit verliehen, welche ich Ihnen anhand einiger Bilder auf dieser Homepage vorführen möchte. 

Seit jeher mit einem Gespür für geometrische Bildkompositionen ausgestattet.

Malgruppe 

 

Im Laufe der Jahre hat sich eine Malgruppe gebildet, die unter der Leitung von Professor Albert Hoffmann im In- und Ausland Malreisen unternimmt. Durch die Altösterreichische Militärstiftung ist es uns möglich, in verschiedenen Schlössern und Villen Ausstellungen und Malseminare der Meisterklasse abzuhalten. 

 

Bei dem diesjährigen Seminar der Meisterklasse im Schloss Rothschild in Reichenau an der Rax, das mit 33 Teilnehmern unter der Prämisse "100 Jahre Erster Weltkrieg" stattfand, ist es mir gelungen, mit meinem Bild "Das alte Sarajewo und der Kaiserwagen" den ersten Platz zu belegen (Acryl auf Karton, 60*80 cm).

 

 

Meine Erkenntnis und Freude aus diesen Jahrzehnten des Zeichnens und Malens ist jene, dass ich noch lange nicht an meinem Ziel angelangt bin. 

 

 

 

 

 

Dies ist die Urkunde, welche mir damals beim Künstlersymposium in Reichenau an der Rax überreicht wurde.